Darth Maul als Bösewicht der Star Wars-Fortsetzungstrilogie: Warum es nicht funktioniert hätte

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George Lucas stellte sich einst eine ganz andere Zukunft für die Star Wars -Saga vor, in der Darth Maul der zentrale Antagonist einer neuen Trilogie gewesen wäre. Während die Idee auf den ersten Blick faszinierend klingt, zeigt sich bei genauerem Hinsehen, warum dieses Konzept letztendlich keine zufriedenstellende Fortsetzung der Skywalker-Geschichte hätte liefern können.

Die ursprüngliche Vision: Eine Galaxie, die vom Verbrechen beherrscht wird

Bevor Disney Lucasfilm erwarb, arbeitete Lucas aktiv an der Entwicklung seiner eigenen Fortsetzungstrilogie. Sein Plan drehte sich um eine Post-Imperium-Galaxie, die vom Chaos zerrissen war und in der die Überreste der imperialen Sturmtruppen ihre eigene rebellische Nation im Outer Rim gegründet hatten. In dieses Machtvakuum trat Darth Maul, wiederauferstanden und nun der unbestrittene Pate des Verbrechens.

Lucas stellte sich vor, wie Maul die kriminelle Unterwelt der Galaxie, einschließlich der Hutten, unter seiner Kontrolle vereinte. Sein Lehrling, Darth Talon, hätte als neue Darth Vader-Figur gedient und die Handlung in den drei Filmen vorangetrieben. Die Idee bestand darin, eine düstere, moralisch zweideutige Seite von Star Wars zu erkunden und sich dabei auf die brutalen Realitäten galaktischer Machtkämpfe zu konzentrieren.

Warum es eine schlechte Idee war: Übermäßiges Vertrauen in Spin-Off-Geschichten

Das Konzept hat zwar seine Berechtigung, wäre aber aus einem einfachen Grund fatal fehlerhaft gewesen: Es erforderte zu viel Vorwissen.

Mauls Charaktergeschichte war eng mit der Zeichentrickserie Clone Wars verflochten. Seine Wiederbelebung durch die Magie der Nachtschwester, sein Abstieg in den Wahnsinn und seine unermüdliche Verfolgung von Obi-Wan Kenobi waren entscheidende Elemente seiner Hintergrundgeschichte. Um die von ihm ausgehende Bedrohung voll einzuschätzen, hätte das Publikum Dutzende Episoden einer Fernsehsendung sehen müssen, von der die meisten Gelegenheitsfans noch nicht einmal gehört haben.

Dies ist derselbe Fehler, den Marvel mit Scarlet Witch in Doctor Strange in the Multiverse of Madness gemacht hat – indem er die Zuschauer dazu gezwungen hat, sich WandaVision anzusehen, um ihre Beweggründe zu verstehen. In einer Zeit, in der die Aufmerksamkeitsspanne schrumpft, ist die Erwartung, dass das Publikum seine Hausaufgaben macht, ein Rezept für eine Katastrophe.

Das Problem mit Mauls Motivation

Mauls Kernantrieb war schon immer die persönliche Rache an Obi-Wan Kenobi. Ihn zu einem galaxisweiten Bösewicht zu erheben, fühlt sich unnatürlich an. Seine Versuche, in den Klonkriegen die galaktische Vorherrschaft zu erlangen, scheiterten weitgehend, da sie eher aus Wut als aus strategischem Ehrgeiz getrieben waren. Er funktioniert am besten als chaotische, unvorhersehbare Kraft und nicht als Meistermanipulator, der die Fäden zieht.

Ein passendes Ende: Er gehört in die Schatten

Mauls Kanon, der mit „Star Wars Rebels“ endet, ist perfekt. Seine letzte Konfrontation mit Obi-Wan, fünf Jahre vor „A New Hope“, beendet ihre tragische Rivalität. Der Versuch, ihn als zentralen Bösewicht einer Trilogie wiederzubeleben, hätte seine Wirkung abgeschwächt und einen überzeugenden Antihelden in einen generischen Superschurken verwandelt.

In der Skywalker-Saga geht es um Familie, Schicksal und den Kampf zwischen Licht und Dunkelheit. Mauls Geschichte handelt von Besessenheit, Verlust und der Sinnlosigkeit von Rache. Ihn in eine größere Erzählung zu zwingen, hätte sich gekünstelt angefühlt.

Die richtige Wahl: Lassen Sie Maul im Schatten bleiben

Disneys Fortsetzungstrilogie war fehlerhaft, aber zumindest blieb sie auf die Kernthemen der Skywalker-Saga konzentriert. Mauls Platz liegt im Schatten, eine eindringliche Erinnerung an die dunkle Schattenseite der Galaxis. Die kommende Zeichentrickserie Maul: Shadow Lord auf Disney+ ist eine weitaus passendere Fortsetzung seiner Geschichte.

Wie Maul selbst einmal sagte: „Jede Entscheidung, die Sie getroffen haben, hat Sie zu diesem Moment geführt.“ In diesem Fall war es die richtige Entscheidung, ihn ein überzeugender Bösewicht bleiben zu lassen, aber nicht der Star seiner eigenen Trilogie.

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