Die zunehmende Konvergenz der Waldbrandsaisonen auf der ganzen Welt wird laut einer neuen Studie, die in Science Advances veröffentlicht wurde, die Fähigkeit der Nationen, wichtige Brandbekämpfungsressourcen wie Personal und Flugzeuge zu teilen, erheblich einschränken. Dieser Trend, der durch den sich beschleunigenden Klimawandel vorangetrieben wird, wird die Möglichkeiten für internationale Hilfe verkleinern und möglicherweise die Auswirkungen immer schwerwiegenderer Brandereignisse verschärfen.
Ausweitung der Brandsaison und sich überschneidende Krisen
Historisch gesehen ereigneten sich Waldbrandsaisonen in verschiedenen Regionen zu zeitlich versetzten Zeiten, was es den Ländern ermöglichte, Ressourcen zur gegenseitigen Unterstützung bereitzustellen. Beispielsweise leisteten Kanada und Mexiko Anfang 2025 bei den Bränden in der Nähe von Los Angeles Hilfe, während Südafrika bei den Bränden im Jahr 2023 Hilfe nach Spanien und Portugal schickte. Dieses System der gegenseitigen Unterstützung basiert auf der Annahme, dass, wenn eine Region am stärksten gefährdet ist, andere relativ sicher sind.
Die von Cong Yin an der University of California, Merced, durchgeführte Studie zeigt jedoch, dass es weltweit jedes Jahr an immer mehr Tagen zu extremen Feuerwetterbedingungen kommt. Das bedeutet, dass die Brandsaison länger wird und sich überschneidet, wodurch sich die Zeiträume verkürzen, in denen wirksame Hilfe geleistet werden kann.
Warum das wichtig ist: Ein schrumpfendes Sicherheitsnetz
Die Auswirkungen sind erheblich. Da sich der Klimawandel weiter verschärft, wird die Fähigkeit, sich auf internationale Zusammenarbeit zu verlassen, schwächer. Wenn es in mehreren Regionen gleichzeitig zu großflächigen Waldbränden kommt, wird die weltweite Brandbekämpfungskapazität knapp, sodass einige Gebiete nicht ausreichend unterstützt werden.
John Abatzoglou, Mitautor der Studie, betont, dass die gemeinsame Nutzung von Ressourcen derzeit eine wertvolle „Versicherung“ gegen überwältigende Brandfluten in Wohnhäusern darstellt. Dieses Sicherheitsnetz ist nun in Gefahr.
Von regionalen zu globalen Trends
Frühere Untersuchungen untersuchten Brandwetterveränderungen auf regionaler Basis. Diese neue Studie liefert die erste umfassende globale Analyse und zeigt, dass das Problem nicht auf einen einzelnen Bereich beschränkt ist. Die Ergebnisse unterstreichen die Dringlichkeit von Klimaschutzbemühungen, um eine weitere Verschlechterung der internationalen Zusammenarbeit bei der Brandbekämpfung zu verhindern.
Die zunehmende Überschneidung von Waldbrandsaisonen stellt einen kritischen Verlust an Widerstandsfähigkeit bei der globalen Katastrophenhilfe dar. Ohne aggressive Maßnahmen zur Eindämmung des Klimawandels werden die Nationen angesichts der zunehmenden Brandgefahr zunehmend isoliert sein.





















