SpaceX bestätigt, dass ein defekter Starlink-Satellit in der Atmosphäre verglüht

0
10

Bei einem Starlink-Satelliten von SpaceX kam es letzte Woche zu einer Anomalie, die zu einem Kommunikationsverlust und zum Ablassen des Treibstoffs an Bord führte. Es wird erwartet, dass der Satellit, der jetzt in der Umlaufbahn taumelt, beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre innerhalb weniger Wochen vollständig zerfallen wird. Dieser Vorfall verdeutlicht die mit dem Betrieb einer riesigen Satellitenkonstellation verbundenen Risiken und zeigt gleichzeitig, wie schnell die Branche reagieren und Schäden beurteilen kann.

Schnelle Beurteilung mit hochauflösenden Bildern

SpaceX beauftragte Vantor (ehemals Maxar Intelligence) mit der Bildaufnahme des defekten Satelliten mithilfe ihrer Raumsonde WorldView-3. Das resultierende Foto, das aus nur 240 Kilometern Entfernung mit einer Auflösung von 4,7 Zoll aufgenommen wurde, lieferte wichtige Daten über den Zustand des Satelliten. Todd Surdey von Vantor erklärte, dass ihre fortschrittlichen Bildgebungsfähigkeiten eine schnelle Bestätigung ermöglichten, dass der Satellit weitgehend intakt geblieben sei.

Minimales Risiko von Schmutz

Während der Satellit aufgrund der Anomalie eine kleine Menge Trümmer freisetzte, versichert SpaceX, dass diese Fragmente zusammen mit dem Satelliten selbst keine nennenswerte Bedrohung für andere Raumfahrzeuge im erdnahen Orbit (LEO) darstellen. Laut SpaceX-Vizepräsident für Starlink-Engineering, Michael Nicolls, werden die Trümmer beim Wiedereintritt in die Atmosphäre neben dem Satelliten verbrennen.

Das Ausmaß der Starlink-Operationen

Dieses Ereignis unterstreicht das Ausmaß des Starlink-Programms von SpaceX. Mit rund 9.300 aktiven Satelliten stellt die Konstellation etwa 65 % aller betriebsbereiten Satelliten im Orbit dar. Ein solch massiver Einsatz erhöht zwangsläufig die Wahrscheinlichkeit von Ausfällen und Anomalien, sodass eine schnelle Reaktion und Schadensbewertung von entscheidender Bedeutung ist.

Der Vorfall zeigt die Fähigkeit der Branche, die mit groß angelegten Satellitenoperationen verbundenen Risiken zu überwachen und zu mindern und sicherzustellen, dass selbst defekte Raumfahrzeuge keine langfristige Gefahr im Orbit darstellen.

Vorheriger ArtikelMondphasen-Update: Zunehmende Sichel sichtbar am 23. Dezember 2025