Das Vereinigte Königreich hat seinen Status als Land, in dem die Masern eliminiert wurden, erneut verloren, was die anhaltende Übertragung der hochansteckenden Krankheit bestätigt. Dies stellt ein zyklisches Muster dar: Das Vereinigte Königreich erreichte 2016 die Eliminierung, geriet 2018 aufgrund steigender Fälle in ganz Europa ins Stocken, erlangte 2021 wieder Status (wahrscheinlich aufgrund der Hygienemaßnahmen der COVID-Ära, die die Übertragung reduzierten) und ist nun, im Jahr 2024, wieder endemisch.
Die Erosion der Herdenimmunität
Das Wiederaufleben kommt nicht unerwartet. Experten wie Ben Kasstan-Dabush von der London School of Hygiene and Tropical Medicine verweisen auf einen jahrzehntelangen Rückgang der Durchimpfungsrate als Hauptursache. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt eine 95-prozentige Abdeckung mit zwei Dosen des Masern-Mumps-Röteln-Impfstoffs (MMR), um eine Herdenimmunität zu erreichen. Das Vereinigte Königreich liegt derzeit unter diesem Schwellenwert, mit einer Durchimpfungsrate von 92,3 % für die erste Dosis und 84,4 % für die zweite im Jahr 2024 – Zahlen, die gegenüber 2023 weitgehend unverändert bleiben.
Warum das wichtig ist: Masern sind außergewöhnlich ansteckend. Ohne hohe Impfraten verbreitet sich das Virus schnell, insbesondere unter ungeimpften Kindern. Der Rückgang der Deckung ist nicht einheitlich; Gebiete wie Hackney im Osten Londons weisen unverhältnismäßig niedrige Zinsen auf, was das lokale Risiko verschärft.
Britische Impfpolitik und Trends
Der britische National Health Service empfiehlt im Rahmen seines Impfprogramms den MMR-Impfstoff (und ab 2026 den MMRV-Impfstoff, der auch vor Windpocken schützt). Für Kinder sind derzeit Dosen im Alter von 12 und 18 Monaten vorgesehen, obwohl es früher auch ältere Dosierungspläne gab. Eine Impfung ist nicht verpflichtend.
Der Trend ist klar: Die Abdeckung erreichte 2016 ihren Höhepunkt (95,3 % bei der ersten Dosis, 88,2 % bei der zweiten) und ist seitdem stetig zurückgegangen. Dieser Rückgang ist nicht nur eine Statistik; Dies führt direkt zu einer erhöhten Anfälligkeit für Ausbrüche.
Globaler Kontext: Ein umfassenderes Problem
Großbritannien ist nicht allein. Mehrere andere Länder in der Europäischen Region der WHO – Spanien, Österreich, Armenien, Aserbaidschan und Usbekistan – haben ebenfalls ihren Masern-Eliminierungsstatus verloren. Kanada hat seinen Status im November 2025 verloren, und die Vereinigten Staaten stehen kurz davor, dies zu tun, wobei laufende Ausbruchsuntersuchungen eine jahrelange kontinuierliche Übertragung bestätigen könnten.
„Die Eliminierung kann nur dadurch erreicht und aufrechterhalten werden, dass die Abdeckung der MMRV-Impfung bei Kindern verbessert wird, um das 95-Prozent-Ziel der WHO zu erreichen, und indem alle Möglichkeiten genutzt werden, um ältere Kinder und Erwachsene nachzuholen, die in ihrer Jugend die Impfung verpasst haben.“ – Britische Gesundheitssicherheitsbehörde
Der zyklische Verlust und die Wiedererlangung des Status der Maserneliminierung zeigt ein kritisches Versagen bei der Aufrechterhaltung anhaltend hoher Impfraten. Die Krankheit bleibt eine anhaltende Bedrohung, was die Notwendigkeit neuer Anstrengungen im öffentlichen Gesundheitswesen unterstreicht, um die Abdeckung zu erhöhen und weitere Ausbrüche zu verhindern.





















