Ein sonnenähnlicher Stern im letzten Lebensstadium wirft seine äußeren Schichten in einem dramatischen Schauspiel ab, das vom Hubble-Weltraumteleskop aufgenommen wurde. Das Bild des Einebels, des der Erde am nächsten gelegenen bekannten präplanetaren Nebels, bietet Astronomen einen seltenen Einblick in die Entwicklung von Sternen, wenn ihnen der Treibstoff ausgeht.
Was sind Planetarische Nebel?
Trotz des Namens haben Planetarische Nebel nichts mit Planeten zu tun. Astronomen des 18. Jahrhunderts prägten den Begriff, weil diese leuchtenden Formationen durch frühe Teleskope Planeten ähnelten. In Wirklichkeit handelt es sich dabei um expandierende Hüllen aus Gas und Staub, die von sterbenden Sternen ausgestoßen werden und dichte Sternreste zurücklassen, die als Weiße Zwerge bekannt sind.
Der Einebel ist einzigartig, weil er einer der wenigen bisher entdeckten präplanetaren Nebel ist. Dies bedeutet, dass Wissenschaftler eine Übergangsphase beobachten können, die nur wenige tausend Jahre dauert, bevor sich der Nebel vollständig bildet. Die meisten anderen Beispiele, wie der Helix-, der Stachelrochen- und der Schmetterlingsnebel, sind bereits gut entwickelt.
Warum das wichtig ist
Die Beobachtung des Einebels ist von entscheidender Bedeutung, da sie genau zeigt, wie Sterne wie unsere Sonne ihr Leben beenden werden. Wenn ein Stern seinen Wasserstoff und sein Helium verbraucht, beginnt er, Material in den Weltraum abzuwerfen. Dieser Prozess ist nicht so heftig wie eine Supernova; Stattdessen gibt der Stern in regelmäßigen Impulsen Masse ab. Die Hubble-Bilder zeigen konzentrische Bögen und Symmetrie und beweisen, dass der Stern nicht chaotisch explodiert, sondern vielmehr Material ausstößt.
Der Zentralstern des Nebels ist immer noch sichtbar und scheint durch Lücken in der dichten Staubscheibe, die er vor wenigen hundert Jahren ausgestoßen hat. Das Licht entweicht durch polare Öffnungen und erzeugt Doppelstrahlen, die das umgebende Gas und den Staub beleuchten.
Ein flüchtiges Phänomen
Präplanetare Nebel sind selten, weil sie in der kosmischen Geschichte nur für eine so kurze Zeit existierten. Aufgrund ihrer Dunkelheit sind sie auch schwer zu finden. Dieses neue Bild kombiniert Daten früherer Hubble-Beobachtungen (1997, 2003, 2012) mit neuen Daten und bietet Wissenschaftlern so den bisher detailliertesten Blick auf den letzten Akt eines Sterns.
Der Eiernebel ist ein kosmischer Zeitraffer, der uns den Todeskampf eines Sterns in Echtzeit zeigt. Auf diese Weise werden viele Sterne, einschließlich unserer eigenen Sonne, irgendwann ihr Ende finden.
Die Beobachtungen sind nicht nur schön; Sie bestätigen, dass sonnenähnliche Sterne nicht in spektakulären Explosionen sterben, sondern anmutig verschwinden und ihre äußeren Schichten abwerfen, bevor sie zu Weißen Zwergen werden.





















