Es klingt wie ein Nadelbaum. Es sieht aus wie einer. Aber Moreton Bay Pine (Araucaria cunninghamii ) ist eigentlich keine Kiefer. Diese häufige Fehlbezeichnung bleibt bestehen, wahrscheinlich aufgrund ihrer gewaltigen Statur und ihres harzigen Geruchs, aber botanisch gesehen gehört sie zur Familie der Araucariaceae. Zu verstehen, was dieser Baum ist – und woher er kommt – ist wichtiger als nur den richtigen Namen zu finden. Es beeinflusst, wie wir sein Holz schätzen, welche ökologische Rolle es spielt und warum es in bestimmten Teilen der Welt überlebt.
Wo wächst die Moreton Bay Pine?
Diesen Riesen findet man nicht überall. Sein natürliches Verbreitungsgebiet ist streng begrenzt. In Australien gedeiht es in den Küstenregenwäldern, die sich vom Norden von New South Wales bis zum Norden von Queensland erstrecken. Auf der anderen Seite des Meeres wächst sie auch in den Arfak-Bergen im Westen Neuguineas.
Diese Orte haben ein spezifisches Klima gemeinsam: feucht, tropisch bis subtropisch und reich an Artenvielfalt. Das Vorkommen des Baumes in diesen beiden unterschiedlichen Regionen unterstreicht seine alte Abstammungslinie. Es verbreitete sich nicht zufällig. Es entwickelte sich isoliert und passte sich den spezifischen Boden- und Wetterbedingungen dieser Regenwaldgebiete an.
Wie groß ist eine Moreton Bay Pine?
Lassen Sie sich durch den Namen nicht zu der Annahme verleiten, dass es sich um einen Strauch handelt. Dies ist ein massiver immergrüner Nadelbaum. Er kann eine Höhe von etwa 60 Metern (200 Fuß) erreichen. Das entspricht ungefähr der Höhe eines 20-stöckigen Gebäudes.
Die Struktur ist deutlich. Sie werden raue, spaltende Rinde sehen, die den Stamm hinaufläuft. Die Zweige erstrecken sich horizontal und bilden ein geschichtetes Blätterdach. In der Nähe der Spitzen dieser Zweige finden Sie dichte Zweigbüschel. Die Blätter selbst sind scharf – dolchförmig oder dreieckig. Es sind keine weichen Nadeln. Sie sind steif, ausdauernd und auf Langlebigkeit ausgelegt.
Ist das Holz nützlich?
Ja. Trotz der botanischen Verwirrung wird der Kiefernwald von Moreton Bay hoch geschätzt. Der Anbau erfolgt speziell wegen seines Holzes, das robust, geradfaserig und relativ leicht zu bearbeiten ist.
Hier könnte die Verwirrung um „Kiefer“ zu praktischen Problemen führen: Da es sich nicht um eine echte Kiefer (Gattung Pinus ) handelt, verhält sich ihr Holz bei der Verarbeitung anders. In der Praxis wird es jedoch häufig als Furnier und zur Herstellung von Sperrholz und Spanplatten verwendet. Wenn Sie schon einmal über Fertigparkett gelaufen sind oder an einem preisgünstigen Schreibtisch gesessen haben, besteht die Möglichkeit, dass Sie das Holz dieses Baumes berührt haben. Es ist kein Luxus-Hartholz. Es handelt sich um eine zuverlässige, großvolumige Holzressource.
Hat es essbare Samen?
Dies ist eine der am meisten übersehenen Fakten über Araucaria cunninghamii. Der Baum ist zweihäusig, d. h. männliche und weibliche Zapfen befinden sich normalerweise an getrennten Individuen.
Die Entwicklung der weiblichen Zapfen dauert lange. Es dauert etwa 18 Monate, bis sie reif sind. Sobald sie fertig sind, lassen sie nicht nur Samen fallen. Sie zerfallen. Dies ist eine bewusste Strategie. Beim Abbau werden große, essbare Samen freigesetzt. Diese Samen sind nicht nur Nahrung für Wildtiere. Sie werden seit Generationen von Menschen in traditionellen Kontexten gegessen. Sie sind nahrhaft. Sie sind zugänglich. Aber sie sind nichts, was Sie tun werden















