Die rosa Welt und ihr Salzhimmel

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Es könnte sein, dass es überhaupt kein Planet ist.

Oder vielleicht ist es das auch. Das fragliche Objekt, GJ 504b, befindet sich 57 Lichtjahre von der Erde entfernt und umkreist einen sonnenähnlichen Stern. Es sieht rosa aus. Zumindest deuten die Daten darauf hin.

Das James Webb-Weltraumteleskop der NASA hat es zum ersten Mal richtig gesehen. Kein Raten mehr allein aufgrund der Helligkeit. Zum ersten Mal spalteten Wissenschaftler sein Licht in ein Spektrum auf, um seine Atmosphäre direkt abzulesen. Ein Team unter der Leitung von Aneesh Baburaj von der Northwestern University übernahm die schwere Arbeit. Ihre Ergebnisse landeten im The Astronomical Journal.

Was haben sie gefunden?

Salzwolken.

Nicht die Art, mit der man zu Abend isst. Vergessen Sie Himalaya-Steinsalz oder Speisesalz. Das ist atmosphärische Chemie im großen Stil.

Wir sprechen von Temperaturen um 550°F. Heiß? Ja. Aber kalt? In Exoplaneten-Begriffen ja. Die meisten Gasriesen schreien nach Hitze, wenn sie entstehen. GJ 504b gibt es seit 2,5 bis 4 Milliarden Geben oder Nehmen. Es hatte Zeit, sich abzukühlen.

Frühere Theorien besagten, dass in diesem Temperaturbereich – 400 °F bis 1,20 °F – Salzwolken existieren könnten, aber es vergingen 15 Jahre, ohne dass jemand sie entdeckte. GJ 5040b ändert das.

„Salzwolken sind ungewöhnlich“, sagte Baburaj zu Mashable.

Was genau macht diese Wolken aus?

Alkalimetallverbindungen wahrscheinlich. Vielleicht Kaliumchlorid. Oder vielleicht Mangansulfid. Gase kühlen in der Atmosphäre ab, kondensieren zu festen, mikroskopisch kleinen Körnchen und schweben umher und streuen Licht. So wie hier Wasserdampf Regen bildet, allerdings mit extremen Inhaltsstoffen.

Bedeutet das, dass die Welt tatsächlich rosa leuchtet?

Irgendwie.

Das Licht seines Sterns dringt durch diese Salzkörner. Die Atmosphäre verleiht dem Spektrum einen warmen, schwach rosa Farbton. Es ist subtil.

Das große Rätsel bleibt: Was ist das überhaupt?

Astronomen sind sich immer noch nicht sicher.

Handelt es sich um einen massereichen Planeten, etwa 25-mal schwerer als Jupiter? Die Chemie stimmt da. Das Objekt enthält mehr schwere Elemente wie Kohlenstoff als der Stern, den es umkreist. Diese Signatur bedeutet normalerweise, dass er sich wie Planeten in einer Gas- und Staubscheibe gebildet hat.

Oder ist es ein Brauner Zwerg?

Ein gescheiterter Stern. Zu klein, um Kernenergie zu nutzen, zu groß, um ein Standardplanet zu sein.

Die Salzwolken passen zu beiden Szenarien. Das Alter passt zu beiden. Die Daten sind jetzt detailliert, besser als je zuvor, doch die Klassifizierung steht noch auf dem Spiel.

Es ist ein rosafarbener Dunst am fernen Himmel, gefüllt mit schwebenden Mineralien. Wir haben jetzt praktisch einen Namen dafür, auch wenn wir uns nicht auf die Art einigen können.

Vielleicht finden wir es bald heraus. Oder vielleicht sind die Salzwolken einfach nur ein wunderschönes Mysterium für sich.

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